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Zum Gebrauch von WBS:
Kann ich
das Bremssystem auch für den linken Schuh erhalten?
- Ja, kein Problem, die Schuhe werden mit dem Bremssystem rechts
oder links ausgeliefert.
Was muss ich für
die richtige Bremshaltung beachten?
- Ganz einfach: Schiebe den Bremsfuß nach vor. Du rollst
dann in sicherer Körperhaltung auf allen 8 Rollen und bremst
dosiert, indem du den Fuß weiter vor gibst oder weniger
weit.
- Wichtig ist nur, dass du alle Rollen bewusst am Boden lässt.
Am Anfang bist du es vielleicht gewohnt den Fuß an der Spitze
hochzuheben. Dagegen hilft es, bewusst den Rist zu strecken.
- Deine Körperhaltung wird durch diese Schrittstellung wie
von selbst stabil und sicher, weil du dich mit dem Bremsbein
ja gegen die Fahrtrichtung „abstützt“.
- Wenn es dir leichter fällt, gehe mit dem Oberkörper
etwas nach vor (Becken geht etwas „nach hinten hinaus“)
und gehe etwas in die Knie. Es ist besser den Schwerpunkt über
das Bremsbein („Standbein“) zu verlagern und das
hintere Bein als „Spielbein“ zu nutzen. Der Blick
nach vorne erlaubt dir ausreichend auf deine Umgebung zu achten.
Was muß ich
bei der Einstellung beachten?
- Wenn du das Einstellrad nach rechts drehst, wirkt die Bremse
früher. (+)
Bitte beachte: Von der Drehrichtung
aus betrachtet ist das eine Linksdrehung!
- Wenn du das Einstellrad nach links drehst, wirkt die Bremse
später. (-)
Bitte beachte: Von der Drehrichtung
aus betrachtet ist das eine Rechtsdrehung!
- Um das Einstellrad zu betätigen, gehe etwas in die Knie,
damit du das Bremssystem entlastest und es nicht unter Druck
steht.
- Stelle dir die Bremse so ein, das sie nicht zu früh, aber
auch nicht zu spät zu wirken beginnt. Wenn sie zu früh
wirkt, kann sie dich beim Fahren stören. Wenn sie zu spät
wirkt, wird möglicherweise dein Bremsergebnis nicht zufrieden
stellend sein.
Muss ich einen Kurs machen, um
das richtige Bremsen zu erlernen?
- Nein, sicher nicht, um das Bremsen zu lernen. Aber jedes Erlernen
von Fahr- Brems- und Sturztechnik ist von großem Vorteil
und dient der Sicherheit. Wir empfehlen daher den Besuch von
Inline-Skates-Kursen, die in großer Zahl angeboten werden.
Muss ich mit eurem Bremssystem
noch Schützer verwenden?
- Ja, es ist in jedem Fall der sicherere Weg!
Kann sich das Bremssystem auch
aktivieren, wenn ich es gar
nicht betätigen möchte?
- Nur, wenn du es zu knapp eingestellt hast, kann es dich stören.
Drehe dann das Einstellrad nach rechts. (Siehe „Was
muss ich bei der Einstellung beachten?“)
- Wenn du das Bremssystem am rechten Fuß hast, kannst du
mit WBS keine ganz engen Rechtskurven fahren. Hebe für diesen
Fall den Fuß an der Spitze an. Mit der nicht gebremsten
letzten Rolle kannst du dann wunderbar enge Rechtskurven fahren.
Muss ich die Abnützung des
Bremsbelages kontrollieren?
- Du solltest wie bei jedem Fahrzeug durch eine Sichtkontrolle
die Fahrtauglichkeit vor dem Fahren überprüfen. Du wirst
aber sehen, dass der Bremsbelag so konzipiert ist, dass er die
normale Lebensdauer einer Rolle überdauert. Du musst also
zuerst die Rollen austauschen und brauchst dir daher wegen des
Bremsbelages keine Sorgen machen.
Wie lange halten die Rollen?
- Die Rollen werden besonders abriebfestem PU (Polyurethan) gemacht.
- Wie lange die Rollen halten, wird auch stark von deinem Fahr-
und Bremsverhalten abhängen.
- Natürlich sind die Rollen, die gebremst werden, einer größeren
Belastung ausgesetzt. Einmal in ihrer Lebenszeit kann es daher
sinnvoll sein, alle Rollen einer Seite gegen die Rollen des anderen
Schuhes auszutauschen. Vergiss dabei nicht, die Rollen auch umzudrehen
und den Frame zu reinigen
Kann ich die Rollen selbst austauschen?
- Ja, ganz leicht. Man löst einfach die Achsen und nimmt
den Rollen-Käfig mit den Bremsschienen heraus. Genauso schiebt
man den Käfig wieder hinein und schraubt die Achsen wieder
gewissenhaft fest.
Ist die Bremswirkung bei Regen
schlechter?
- Ja, die Bremswirkung ist ein wenig herabgesetzt, aber sie ist
immer noch gut. Die Haftkraft der Rollen am Boden ist aber ganz
allgemein herab gesetzt, wenn die Fahrbahn nass ist. Das ist der
Hauptgrund, warum du bei Regen vorsichtiger fahren solltest.
Kann ich mit euerem Bremssystem
auch Berge abwärts fahren?
- Auch mit einem guten Auto kann man steile Berge nicht bei dauernder
Bremsbelastung abwärts fahren, weil Bremsen überhitzt
werden (Gefahr von Bremsfading). Beim Auto kann man sich mit der
Motorbremse helfen. Die gibt es beim Skaten leider nicht ;-).
Achte daher darauf, dass die steilen Strecken, die du befährst,
nicht zu lang werden. Wenn es sich auf einer Überland-Strecke
doch einmal ergibt, mache zwischendurch eventuell eine kurze Pause.
- Für Downhill-Racing auf langen Abwärtsstrecken und
Crash-Bremsungen ist WBS nicht gemacht!
Kann ich auf jedem Untergrund
bremsen?
- Wenn du sehr viel auf scharfkantigem Untergrund, sandigen Wegen
etc. bremst, werden die Rollen schneller abgenützt. Dasselbe
gilt auch, wenn du häufig Crash-Bremsungen hinlegst.
Kann ich die Stärke der Bremswirkung
einstellen?
- Ja, du wirst subjektiv ein besseres Bremsergebnis spüren,
wenn du das Einstellrad in Richtung „+“, also nach
rechts drehst. Achte aber darauf, dass du noch unbehindert fahren
kannst.
Was muss ich tun, wenn die Rollen
stark abgenützt sind?
- Bevor du die Rollen auswechseln musst, kannst du sie einmal
mit den Rollen des anderen Schuhs tauschen, wenn diese noch in
besserem Zustand sind.
- Wenn die Rollen zu stark abgenützt sind, und wenn sie
unrund geworden sind, müssen sie ausgetauscht werden. Einen
neuen Rollensatz erhältst du beim Händler.
Was muss ich tun, wenn die Bremsbacken
ganz abgenützt sind?
- Nach sehr langer Benutzung können die Bremsbacken zu sehr
abgenützt sein. Dann musst du die Bremsbacken mit dem Schiebeteil,
auf dem sie befestigt sind austauschen.
Muss ich mit den Skates in die „Werkstatt“ um
sie regelmäßig
einem Service unterziehen zu lassen?
- Das hängt von deinem technischen Verständnis ab.
Wenn du beurteilen kannst, wie der Zustand der Rollen ist und
wie weit der Bremsbelag abgerieben ist – das kannst du
ganz leicht von unten sehen – dann ist eine fachmännische
Kontrolle nicht unbedingt notwendig.
- Sicher wird dir aber der Händler mit Rat und Tat zur Seite
stehen.
- Kontrolle ist besser als Unachtsamkeit! Überprüfe
daher regelmäßig den Zustand deiner Rollen und des
Bremsbelages durch eine Sichtkontrolle.
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Technische Fragen:
Kann ich das Bremssystem auf meine
Skates nachrüsten?
- Leider nein. WBS ist zwar sehr einfach konstruiert, aber es
erfordert doch einen adaptierten Schuh.
Warum kann man das Bremssystem
nicht auf beiden Schuhen
einsetzen?
- Sicher wäre es fein, auf beiden Schuhen bremsen zu
können. Aber die stabile und notwendige Bremshaltung ergibt
sich nur, wenn man einen Fuß vor schiebt. Man kann nicht
beide Schuhe zugleich nach vor schieben.
Sind die Rollen auf der Bremsseite
nicht einer größeren
Belastung ausgesetzt?
- Ja, das stimmt. Das kann nicht anders sein. Der Unterschied
ist aber nicht sehr groß. Wir empfehlen, einmal während
der Lebenszeit der Rollen alle Rollen einer Seite gegen die Rollen
des anderen Schuhes auszutauschen. Vergiss dabei nicht, die Rollen
auch umzudrehen und den Frame und eventuell auch die Kugellager
zu reinigen.
Warum wirkt die Bremse nur auf
die vorderen drei (oder vier)
Rollen und nicht auf die letzte Rolle?
- WBS bremst die letzte Rolle bewusst nicht, um zu vermeiden,
dass bei einem angekippten Schuh NUR die letzte Rolle bremst.
Drei (vier) Rollen bremsen besser als nur eine Rolle! Wenn nun
die letzte Rolle nicht gebremst wird, muss der Skater beim Bremsen
den Kontakt aller Rollen mit dem Boden halten. Das ergibt dann
die richtige Bremshaltung.
- Du brauchst für eine elegante enge Rechtskurve auch eine
ungebremste letzte Rolle, wenn du - wie vorgesehen - dabei, den
Fuß ankippst.
Gibt es euer System auch
mit 100ter Rollen?
Worin liegen die Vorteile eures
WBS-Systems?
Und wodurch unterscheidet ihr euch von anderen Systemen?
- Es gibt eine Fülle von Ideen, Patentanmeldungen und erteilten
Patenten zu Bremssystemen, aber noch keines hat es geschafft,
einen wirklichen Durchbruch zu erlangen und einen neuen Standard
zu etablieren.
- Wie nebenstehende Abbildung zeigt, hat beispielsweise der Amerikaner
Perley L. Ormiston schon 1922 ein Patent angemeldet, das die
Drehung des Unterschenkels und eines angedeuteten Schaftes für
einen Bremsmechanismus ausnützte.
- Das Besondere am WBS-System ist, dass ein Band den Kraftimpuls,
der beim Vorstrecken des Bremsfußes entsteht, überträgt
und auf einen Umlenkhebel weiterleitet. Dieser wiederum
bringt Bremsbacken mit einem Bremsbelag auf Bremsflächen
in den Felgen der Rolle zur Anlage. Dieser Mechanismus ist völlig
neu und bietet folgende Vorteile:
- Der Mechanismus ist besonders einfach und leicht. Er ist
daher auch kostengünstig zu produzieren.
- Trotzdem ist er äußerst wirksam, weil die Kraftübertragung
direkt erfolgt.
- Der Mechanismus ist mit seinem kaum sichtbaren Umlenkhebel
so angelegt, dass der Frame im Design allen Anforderungen an
einen modernen Schuh entsprechen kann.
- Mit dem System von Bremsbacken und einer Bremsfläche
in der Felge greift WBS auf eine bewährte Technologie
aus dem Fahrzeugbau zurück.
- Über den Umlenkhebel kann produktionsseitig die Stärke
der wirksamen Bremskraft praktisch beliebig gewählt werden.
- Die Konstruktion ist so ausgelegt, dass ein Rollentausch
ganz einfach möglich ist, was beispielsweise bei einer
drehbaren Anlenkung der Bremsbacken, wie es häufig bei
mechanischen Trommelbremsen üblich ist, nicht machbar
wäre.
- Die WBS-Technologie schont die Rollen so weit als möglich,
denn sie funktioniert nach dem Prinzip einer rollenden Bremsreibung
und nicht einer schleifenden Bremsreibung, wie es beispielsweise
bei einem Bremsstoppel der Fall ist.
- Die WBS-Technologie ermöglicht auch verlässliches
Bremsen bei regennasser Fahrbahn, sofern die Rollen selbst
greifen.
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Sicherheit:
Mangelndes Bremsvermögen ist
sicher die Hauptursache für Unfälle.
Wie viele Unfälle glaubt ihr, dass ein Bremssystem helfen
kann
zu vermeiden?
- Das ist in Zahlen schwer zu sagen. Das Österreichische
Institut „Sicher Leben“ gab im April 2005 folgende
Zahlen an die Öffentlichkeit: „Im Jahr müssen
5400 Inline-Skater mit schweren Verletzungen ins Spital“
(„Heute“ vom 21. April 2005). Nehmen wir sehr vorsichtig
an, es kann durch ein Bremssystem gelingen, ein Viertel dieser
Unfälle zu vermeiden, wenn es sich als neuer Standard durchsetzt.
Österreich hat ca. 8,5 Mio. Einwohner, daraus ließe
sich ein ungefährer Wert für Europa berechnen. Wir wollen
aber keine Zahlenspielerei betreiben. Wir sind froh über
jeden einzelnen Unfall, den es gelingt, mitzuhelfen, ihn zu vermeiden.
- „Die AOK nimmt an, dass nur jeder Vierte der derzeit
geschätzten 12 Millionen Inline-Skater (Deutschlands) sein
Hobby ohne größere Verletzungen übersteht“,
schrieb Jochen Weis am 26.08.2000 in der Geisler Zeitung. Und
der Gosbacher Rainer Bosch meint:¸¸Das größte
Problem ist das Bremsen. Viele können's einfach nicht. Inlineskaten
ohne Bremsvermögen ist aber wie ein Fahrrad, bei dem die
Bremszüge ausgehängt sind: Kein Mensch würde auf
so einem Ding fahren. Dabei sind Beschleunigung und Geschwindigkeit
bei beiden ganz ähnlich.''
- In einem Bericht der Winterthur-Versicherung heißt es
1998: „In Gefahrensituationen sind die Inline-Skater
meist überfordert und tun sich schwer, mehrere Dinge auf
einmal zu bewältigen: Bremsen, Balance halten und Beobachten
des Verkehrs. Weitere Schwierigkeiten kommen hinzu: Die gängigen
Techniken wie das Bemsen mit "Stopper" und der T-Stop
mit einem quergestellten nachgezogenen Fuß bereiten Skatern
bei höheren Geschwindigkeiten Probleme. Das Bremsen ist die
Achillesferse der Inline-Skater", sagt Jörg Ahlgrimm,
Unfallsachverständiger der DEKRA.
- Und die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention
schrieb 1997: „Bei hohen Geschwindigkeiten sowie in
besonderen Fahrsituationen. Wie z.B. bei Platzmangel vor einer
Verkehrsampel, sind einige dieser (bekannten) Bremstechniken nicht
anwendbar“… und weiter: „Ein kontrollierter
Bremsvorgang ist für jeden vierten Skater nicht möglich“(!)
- Seit damals hat sich sicher viel getan mit Kursen und Bewusstmachung
bezüglich Schutzausrüstung, aber das grundsätzliche
Problem ist geblieben. Erst eine Bremse wird die Situation grundlegend
verändern! WBS ist eine solche Bremse.
Gibt es euer System auch für
Kinder?
Vor allem Kinder brauchen mehr Sicherheit.
- Ja, das stimmt. Sobald es uns möglich ist, werden wir
daher auch Kinderschuhe anbieten.
Fahrräder verfügen über
eine zweite unabhängige Bremse.
Wie ist das bei Inline-Skates mit einem Bremssystem?
- Man könnte natürlich einen Stoppel zusätzlich
montieren, aber der Stoppel ist für viele Fahrsituationen
störend.
- WBS ist sehr gewissenhaft und zuverlässig konstruiert,
trotzdem kann ein ausnahmsweises Versagen der Bremse beispielsweise
weil jemand unbeabsichtigt die Einstellung der Einstellschraube
verstellt hat, passieren.
- Es ist daher immer der Schuh vor der ersten Benutzung beim
Fahren auf die Bremswirkung zu testen, die Rollen und der Bremsbelag
sind vor Fahrtantritt einer Sichtkontrolle zu unterwerfen.
- Schützer und Helm sollen weiterhin im Interesse der eigenen
Sicherheit verwendet werden.
- Vorsicht und Umsicht ist auch mit dem WBS-System weiterhin
ein wichtiges Verhaltensmerkmal wie bei allen sportlichen Betätigungen
und sollten für jeden Verkehrsteilnehmer selbstverständliche
Angewohnheit sein.
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Bestellung:
Wann kann man eure Inline-Skates
im Geschäft kaufen?
- Derzeit kannst du WBS noch nicht im Geschäft kaufen.
- Du kannst aber bereits eine vorläufige Bestellung aufgeben,
die noch keinen rechtsverbindlichen Charakter hat, aber deinen
Bestellwunsch ausdrückt.
- Diese Bestellung kannst du uns per E-Mail oder per Fax zukommen
lassen.
- Sobald als möglich wirst du dann von uns über unsere
endgültige Kollektion informiert und du kannst dann deine
Bestellung fixieren.
- Der beschriebene Vorgang gilt auch für Händler. Wir
nehmen auch gerne ihren Anruf oder ihre Fax-Bestellung entgegen.
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WBS und der Markt:
Ihr sagt, es gibt 80% Radfahrer
und nur 15% Inline-Skater.
Woher kommen diese Zahlen?
- Natürlich sind das keine ganz exakten Zahlen, die Werte
sind auch von Land zu Land sehr verschieden. Aber die Größenordnung
stimmt: So wurden in einem „Symposium für Sport und
Tourismus zur nachhaltigen Entwicklung des Sports vom 28. Nov.
2002 in Bodenheim/Rhein“ die Allensbacher Werbeträger
Analyse (AWA) 2001 zitiert: Dort werden unter den ausgeübten
Sportaktivitäten der Bundesbürger Deutschlands 14%
dem Inlineskating zugerechnet. Zum Vergleich: Rennradfahren und
Mountainbiking zusammen ergeben einen Wert von 41,2 %. Und die
jährlich vom ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrradclub) herausgegebene „Radreiseanalyse“ schrieb
1998: „Für Mitte 1997 wird der Fahrradbestand in Deutschland
auf nahezu 70 Millionen geschätzt.“ 1997 hatte Deutschland
82 Millionen Einwohner, damit hatten 85% ein Fahrrad. Bei den
Inline-Skates liegen uns nicht so genaue Zahlen vor. Die Werte
liegen aber offensichtlich zwischen 15% und 20% für Deutschland,
in ganz Europa etwas weniger.
Wo seht ihr eure Zielgruppe?
- In erster Linie wenden wir uns an Frauen, Männer Jugendliche
und Kinder, die Inline-Skaten schon mal versuchten, oder es ausprobieren
wollten, es aber aus Unsicherheit, wie sie Bremsen oder Abwärtsfahren
sollen, sein ließen.
- In zweiter Linie wenden wir uns an alle Fit- und Fun –Skater,
die der Stoppel stört, weil man mit ihm beim Bremsen eine
instabile Position einnehmen muss und weil er beim Fahren störend
ist.
- In dritter Linie wenden wir uns an alle Fitness –Skater,
die gerne auf alle Kunststücke verzichten, wenn sie mit
einer Bremse elegant, einfach und Platz sparend Geschwindigkeit
reduzieren können.
- Letztlich sehen wir auch im Speed und Hockeybereich und ganz
besonders auch im Inline-Walking Sparten, die von unserer Bremse
sehr profitieren können.
Was ist euer Marktsegment?
- Über die Zielgruppen (siehe dort) haben wir unser Segment
definiert.
- WBS ist aber nicht einfach eine der kontinuierlichen Verbesserungs-entwicklungen,
die seit Jahren für den Inline-Skates-Markt typisch sind.
WBS ist das, was man in der Innovationsforschung eine „Radikale
Innovation“ nennt. Im englischen Sprachraum wird auch von
einem „Game Changer“ gesprochen. Der Österreichische
Radiosender „Ö1“ brachte am 2.Mai 2005 eine
Sendung zum „Zweiten Forum der Österreichischen Plattform
für Innovationsmanagement in St.Pölten“. Dort
wurden zu dem Thema „Radikale Innovationen“ Forscher
zitiert, die u.a. ausgeführten: „Kontinuierliche
Verbesserungsprozesse von Produkten und Verfahren sind notwendig,
wenn ein Unternehmen seine Marktposition halten möchte.
Hohe zukünftige Erträge sind aber nur durch radikale
Innovationen möglich“
Was meint ihr mit „Ein
neuer Markt“?
- Der Inline-Skates Markt war zuletzt sehr auf die „Könner“ ausgerichtet.
Jene Skater, die durch eigenes Können die Geschwindikgeit
reduzieren können und auch abwärts halbwegs zurecht
kommen.
- Übersehen wurde aber ein wahrscheinlich noch größerer
Markt (man vergleiche mit dem Fahrradmarkt!), der nicht nur aus „Könnern“ besteht,
sondern aus Vielen, die einfach skaten wollen, und sich dabei
auf eine selbstverständliche Bremsvorrichtung verlassen
wollen.
- Früher oder später wird eine gute Bremsvorrichtung
alle Skater ansprechen, denn auch die „Könner“ haben
davon einen großen Vorteil, weil sie flexibler reagieren
können, weil es bequemer ist, weil man geringeren Platzbedarf
hat und weil es – anders als beim Stoppel – keine
störenden Elemente gibt.
- Längerfristig gehen wir davon aus, dass der Inline-Skates
Markt durch Erschließung dieses „neuen Marktes“ sich
ohne weiteres verdoppeln könnte.
Habt ihr euer System über
Patente geschützt?
- Ja, WBS ist durch internationale Patentanmeldungen geschützt
Warum hat es euer Bremssystem nicht
schon früher gegeben,
ich warte schon lange auf so etwas.
- Wir arbeiten an WBS seit längerer Zeit. In den letzten
Jahren haben wir mit nahezu allen Markenherstellern gesprochen.
Allgemein wurde die Bewältigung der Frage nach einem einfachen,
sicheren und kostengünstigen Bremssystems als schwierig eingeschätzt.
Teilweise wurde die Frage nach einem Bremssystem auch als für
den Markt nicht notwendig bewertet, weil lange Zeit das Bild vorherrschte,
Inline-Skaten ist etwas für Könner und diese können
auch so bremsen. Die anderen haben den Stoppel.
- Wir freuen uns, dass wir nun nach langer Zeit der intensiven
Forschung und Entwicklung und tausenden Gesprächen und Recherchen
für „brake free“ grünes Licht geben können.
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